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In dieser Rubrik geben wir Einblicke in unsere alltägliche Arbeit im Projekt: Aus Forschung, Lehre und wissenschaftlichem Austausch.

Archiv der Kategorie: Alltag und Forschung

Thomas Rosenlöcher und „Das Wunder, das zu Fuß ging“

Aus dem Seminar: Quellenstudie zu zwei Gutachten und einem Brief

Im Projektseminar „DDR-Literaturgeschichte aus Quellen“, das im Sommer 2021 von Birgit Dahlke an der Humboldt-Universität zu Berlin geleitet wurde, erstellten Studierende Essays zu einzelnen Quellen aus der DDR-Literaturgeschichte. Einige dieser Arbeiten stellen wir hier in gekürzter Fassung vor. Vielen Dank an Yevgen Oks für die Einwilligung zur Publikation!

Von Yevgen Oks

Am 8.10.1982 legt der 35-jährige Autor Thomas Rosenlöcher sein vorläufig mit „Das Wunder, das zu Fuß ging“ betiteltes Buchprojekt dem Schriftstellerverband der DDR zum Gutachten vor. Es handelte sich hierbei um eine Sammlung von kurzen Prosastücken.

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Arbeitsbesuch im Kulturquartier Neustrelitz

Von Marianne Jacob

Bei den Forschungen zur Autor*innen-Datenbank korrespondieren wir nicht nur mit den großen Archiven im In- und Ausland, sondern sind auch auf die Sammlungen kleinerer Einrichtungen und Regionalarchive angewiesen. Oftmals können hier spezielle bio-bibliographische Angaben und Auskünfte zu den betreffenden Autor*innen eruiert werden, die anderswo nicht zu beschaffen wären.

Ein Beispiel dafür ist das Kulturquartier Neustrelitz in der Alten Post, das die Verfasserin im Sommer 2021 besuchte.

Aus der besonderen Entstehungsgeschichte dieses Kulturquartiers haben sich heute Arbeits- und Wirkungsfelder entwickelt, die es nicht allerorten gibt. Neben dem Museum zur Geschichte von Mecklenburg-Strelitz und dem historischen Theaterarchiv beherbergt es die Stadtbibliothek Neustrelitz und das Karbe-Wagner-Archiv. Außerdem ist es zentraler Ort von Ausstellungen, Veranstaltungen, Autor*innenlesungen, Vernissagen sowie musikalisch-literarischen Abenden und führt Schülerworkshops, Vermittlungsangebote und Thementouren zur Stadtgeschichte auch in Zusammenarbeit mit dem „Erinnerungsort Stasi-Untersuchungshaftanstalt“ durch.

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Präsentation der Forschungsplattform an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Im Dezember 2021 präsentierten Marianne Jacob, Jörn Kreutel und Steffen Martus die Forschungsplattform an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Unter dem folgenden Link erhalten Sie einen Einblick in den Arbeitsbericht.

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Die Befragung von Autor*innen mittels Fragebögen

Von Marianne Jacob

Wesentliche Teile der Forschungsdaten wurden mittels Befragungen noch lebender Autor*innen bzw. deren Angehöriger erhoben. Wenig strukturierte Fragebögen erwiesen sich dafür als besonders geeignet, denn begünstigt durch deren Offenheit gelang es, zahlreiche persönliche Erfahrungen sowie subjektiv Bedeutsames der so interviewten Schriftsteller*innen zu erhalten. Damit kann eine größere Bandbreite aufgezeigt werden. Die Erkenntnisse stellen zweifellos eine außerordentliche Bereicherung der Vielfalt und des Umfangs der „Forschungsplattform Literarisches Feld DDR. Autor*innen, Werke, Netzwerke“ dar. 

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Trude Richters tabuisierte Erinnerungen

Aus dem Seminar: Quellenstudie zu zwei Briefen

Im Projektseminar „DDR-Literaturgeschichte aus Quellen“, das im Sommer 2021 von Birgit Dahlke an der Humboldt-Universität zu Berlin geleitet wurde, erstellten Studierende Essays zu einzelnen Quellen aus der DDR-Literaturgeschichte. Einige dieser Arbeiten stellen wir hier in gekürzter Fassung vor. Vielen Dank an Luisa Sarina Möllmann für die Einwilligung zur Publikation!

Von Luisa Sarina Möllmann

Die Rückschau auf historische Ereignisse sowie Prozesse birgt häufig die Gefahr der Verallgemeinerung. Auch die Geschichtsschreibung zur DDR-Literatur ist davon zumindest (aber nicht nur) populärwissenschaftlich nicht frei. Allzu oft wird davon gesprochen, dass es für Autor*innen eine klare „Rote Linie“ gegeben habe, die zu überschreiten von staatlicher Stelle nicht genehmigt war. Aus dem Blick gerät bei dieser Feststellung, dass das zu Sagen Mögliche zeitlich veränderlich war und dass Thementabus von gesellschaftlichen Prozessen, politischen Entwicklungen, aber auch von persönlichem Einsatz beeinflussbar waren. Ein Beispiel dafür ist der Vergleich von zwei Briefen, die Max Walter Schulz am 23.05.1984 und 20.10.1987 an Trude Richter schrieb anlässlich einer geplanten Veröffentlichung von Lebenserinnerungen Richters in der Zeitschrift „Sinn und Form“, deren Chefredakteur er war.

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Projektpräsentation von Luisa Philipp beim DHSI 2021

© Luisa Philipp, Jörn Kreutel, Berliner Hochschule für Technik

Die Projektmitarbeiterin Luisa Philipp stellte unser Forschungsprojekt im Rahmen des Digital Humanities Summer Institute 2021 vor.